Golem

Ein Golem ist ein künst­li­ches Wesen der jüdi­schen Mys­tik, das aus leb­lo­sem Mate­ri­al wie Lehm oder Ton geformt wird. Durch magi­sche Ritua­le und die Ver­wen­dung hei­li­ger hebräi­scher Buch­sta­ben wird ihm Leben ein­ge­haucht, damit es sei­nem Schöp­fer die­nen oder die Gemein­schaft beschüt­zen kann. Oft the­ma­ti­sie­ren die Legen­den jedoch, dass die Krea­tur außer Kon­trol­le gerät und schließ­lich von ihrem Erschaf­fer wie­der zer­stört wer­den muss. Beson­ders bekannt ist die Erzäh­lung des Pra­ger Golems, den Rab­bi Löw im 16. Jahr­hun­dert zum Schutz des jüdi­schen Vier­tels erschaf­fen haben soll.


  • Grenzen von Ethik und Technologie: Die Golem-Figur in der Diskussion um künstliche Intelligenz

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    Grenzen von Ethik und Technologie: Die Golem-Figur in der Diskussion um künstliche Intelligenz

    Die Fas­zi­na­ti­on für das Erschaf­fen künst­li­cher Wesen durch­dringt Jahr­hun­der­te der Mensch­heits­ge­schich­te, von den uralten Mythen des jüdi­schen Golems bis hin zu den heu­ti­gen Errun­gen­schaf­ten der künst­li­chen Intel­li­genz (KI). Der Golem, ein Geschöpf der jüdi­schen Mys­tik, dien­te als Vor­läu­fer für die moder­nen Dis­kus­sio­nen um Auto­no­mie und Ethik in der Ent­wick­lung von KI. Die­ser Arti­kel beleuch­tet die…