Der Begriff „heidnische Bräuche“ bezeichnet Rituale, Feste und Traditionen, die ihren Ursprung in vorchristlichen oder nicht-monotheistischen Kulturen und Glaubenssystemen haben. Diese Bräuche sind häufig tief in der Naturverehrung, den Jahreszyklen sowie dem Glauben an eine Vielzahl von Göttern oder Geistern verwurzelt. Im Zuge der Christianisierung wurden viele dieser Traditionen übernommen, umgedeutet und in den christlichen Kalender integriert, wie etwa das Entzünden von Osterfeuern oder bestimmte Mittsommerfestivitäten. Heute werden sie oft als kulturelles Erbe oder volkstümliche Traditionen unabhängig von ihrem ursprünglichen religiösen Kontext fortgeführt.