Jüdische Mystik

Die jüdi­sche Mys­tik bezeich­net jene spi­ri­tu­el­len Strö­mun­gen inner­halb des Juden­tums, die nach einer unmit­tel­ba­ren Erfah­rung der gött­li­chen Gegen­wart und der Ent­schlüs­se­lung ver­bor­ge­ner Geheim­nis­se der Schöp­fung stre­ben. Ihre bedeu­tends­te Aus­prä­gung ist die Kab­ba­la, die mit­hil­fe von Sym­bo­len wie den zehn Sefi­rot (gött­li­chen Urkräf­ten) ver­sucht, das Ver­hält­nis zwi­schen dem unend­li­chen Gott und der end­li­chen Welt zu erklä­ren. Dabei geht die Mys­tik davon aus, dass mensch­li­ches Han­deln und Gebet direk­ten Ein­fluss auf die spi­ri­tu­el­len Wel­ten neh­men und zur Wie­der­her­stel­lung der kos­mi­schen Har­mo­nie bei­tra­gen kön­nen. His­to­risch reicht die­ses viel­schich­ti­ge Feld von anti­ken Visio­nen des gött­li­chen Thron­wa­gens bis hin zur volks­na­hen Fröm­mig­keit des neu­zeit­li­chen Chas­si­dis­mus.


  • Grenzen von Ethik und Technologie: Die Golem-Figur in der Diskussion um künstliche Intelligenz

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    Grenzen von Ethik und Technologie: Die Golem-Figur in der Diskussion um künstliche Intelligenz

    Die Fas­zi­na­ti­on für das Erschaf­fen künst­li­cher Wesen durch­dringt Jahr­hun­der­te der Mensch­heits­ge­schich­te, von den uralten Mythen des jüdi­schen Golems bis hin zu den heu­ti­gen Errun­gen­schaf­ten der künst­li­chen Intel­li­genz (KI). Der Golem, ein Geschöpf der jüdi­schen Mys­tik, dien­te als Vor­läu­fer für die moder­nen Dis­kus­sio­nen um Auto­no­mie und Ethik in der Ent­wick­lung von KI. Die­ser Arti­kel beleuch­tet die…