Kontrollverlust

Kon­troll­ver­lust bezeich­net den Zustand, in dem eine Per­son oder ein Sys­tem die Fähig­keit ver­liert, Ereig­nis­se, das eige­ne Ver­hal­ten oder äuße­re Umstän­de gezielt zu steu­ern. Auf psy­cho­lo­gi­scher Ebe­ne geht dies oft mit Gefüh­len der Hilf­lo­sig­keit, Angst und Über­for­de­rung ein­her, da ver­trau­te Bewäl­ti­gungs­me­cha­nis­men nicht mehr grei­fen. In der Sucht­me­di­zin beschreibt der Begriff zudem das Unver­mö­gen, den Kon­sum einer Sub­stanz oder eine Hand­lung trotz nega­ti­ver Kon­se­quen­zen wil­lent­lich zu been­den. Ins­ge­samt mar­kiert der Kon­troll­ver­lust einen kri­ti­schen Punkt, an dem die eige­ne Selbst­be­stim­mung durch Unvor­her­seh­bar­keit oder Fremd­be­stim­mung ersetzt wird.