Minderheitenschutz

Min­der­hei­ten­schutz umfasst alle recht­li­chen und poli­ti­schen Maß­nah­men, die dar­auf abzie­len, nume­risch unter­le­ge­ne Bevöl­ke­rungs­grup­pen vor Dis­kri­mi­nie­rung und Unter­drü­ckung durch die Mehr­heit zu bewah­ren. Ziel ist es, die kul­tu­rel­le, sprach­li­che, reli­giö­se oder sexu­el­le Iden­ti­tät die­ser Grup­pen dau­er­haft zu sichern und ihre gleich­be­rech­tig­te gesell­schaft­li­che Teil­ha­be zu ermög­li­chen. In demo­kra­ti­schen Rechts­staa­ten ist die­ser Schutz oft ver­fas­sungs­recht­lich ver­an­kert und dient als not­wen­di­ges Kor­rek­tiv zum Mehr­heits­prin­zip, um die Viel­falt inner­halb einer Gesell­schaft zu schüt­zen.