Nash Borges

Der Begriff „Nash Bor­ges“ bezeich­net die theo­re­ti­sche Schnitt­stel­le zwi­schen der spiel­theo­re­ti­schen Logik von John Nash und den laby­rin­thi­schen, unend­li­chen Erzähl­struk­tu­ren von Jor­ge Luis Bor­ges. Er beschreibt Sze­na­ri­en, in denen eine unüber­schau­ba­re Viel­falt an Mög­lich­kei­ten oder Hand­lungs­strän­gen den­noch in einem sta­bi­len stra­te­gi­schen Gleich­ge­wichts­zu­stand mün­det. Dabei wird unter­sucht, wie ratio­na­le Ord­nung und Ent­schei­dungs­fin­dung inner­halb von para­do­xen oder unend­lich kom­ple­xen Sys­te­men funk­tio­nie­ren kön­nen. Die­se Ver­knüp­fung wird vor allem in der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie ver­wen­det, um die mathe­ma­ti­sche Struk­tur hin­ter kom­ple­xen fik­tio­na­len Uni­ver­sen zu ana­ly­sie­ren.