Nationaler Wohlfahrtsindex

Der Natio­na­le Wohl­fahrts­in­dex (NWI) ist ein öko­no­mi­scher Indi­ka­tor, der als Ergän­zung oder Alter­na­ti­ve zum Brut­to­in­lands­pro­dukt (BIP) ent­wi­ckelt wur­de, um die tat­säch­li­che Lebens­qua­li­tät einer Gesell­schaft prä­zi­ser abzu­bil­den. Er berück­sich­tigt neben dem pri­va­ten Kon­sum auch sozia­le und öko­lo­gi­sche Fak­to­ren, indem er posi­ti­ve Leis­tun­gen wie Haus­ar­beit oder Ehren­amt addiert und nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen wie Umwelt­be­las­tun­gen oder Res­sour­cen­ver­brauch abzieht. Ein beson­de­res Merk­mal des NWI ist zudem die Gewich­tung des Kon­sums nach der Ein­kom­mens­ver­tei­lung, sodass eine hohe sozia­le Ungleich­heit den Index­wert min­dert. Ziel des Indi­ka­tors ist es, eine nach­hal­ti­ge­re und ganz­heit­li­che­re Bewer­tung des Wohl­stands zu ermög­li­chen, die über rein mone­tä­re Wachs­tums­zah­len hin­aus­geht.