Paragraph 102 BetrVG

§ 102 des Betriebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes (BetrVG) regelt das Mit­be­stim­mungs­recht des Betriebs­rats bei Kün­di­gun­gen. Dem­nach muss der Arbeit­ge­ber den Betriebs­rat vor jeder Kün­di­gung anhö­ren und ihm die Grün­de für die beab­sich­tig­te Ent­las­sung umfas­send dar­le­gen. Eine Kün­di­gung, die ohne die­se vor­he­ri­ge Anhö­rung aus­ge­spro­chen wird, ist gemäß Absatz 1 recht­lich unwirk­sam. Zudem hat der Betriebs­rat unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen die Mög­lich­keit, der Kün­di­gung zu wider­spre­chen, was dem Arbeit­neh­mer einen Anspruch auf Wei­ter­be­schäf­ti­gung wäh­rend eines lau­fen­den Kün­di­gungs­schutz­pro­zes­ses ein­räu­men kann.