Paragraph 111 BetrVG

Para­graph 111 des Betriebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes (BetrVG) regelt die Betei­li­gungs­rech­te des Betriebs­rats bei geplan­ten Betriebs­än­de­run­gen in Unter­neh­men mit in der Regel mehr als 20 wahl­be­rech­tig­ten Arbeit­neh­mern. Der Arbeit­ge­ber ist nach die­ser Vor­schrift ver­pflich­tet, den Betriebs­rat über Vor­ha­ben, die wesent­li­che Nach­tei­le für die Beleg­schaft haben könn­ten – wie etwa Still­le­gun­gen, Ver­le­gun­gen oder grund­le­gen­de Ände­run­gen der Betriebs­or­ga­ni­sa­ti­on – recht­zei­tig und umfas­send zu unter­rich­ten. Ziel ist es, die geplan­ten Maß­nah­men mit dem Betriebs­rat zu bera­ten, um einen Inter­es­sen­aus­gleich zu ver­su­chen und sozia­le Nach­tei­le für die Beschäf­tig­ten durch einen Sozi­al­plan abzu­mil­dern. Damit bil­det der Para­graph die recht­li­che Grund­la­ge für die Mit­be­stim­mung bei weit­rei­chen­den unter­neh­me­ri­schen Ent­schei­dun­gen.