Politische Lyrik

Poli­ti­sche Lyrik ist eine Form der Dich­tung, die sich the­ma­tisch mit gesell­schaft­li­chen Macht­ver­hält­nis­sen, sozia­len Miss­stän­den oder his­to­ri­schen Ereig­nis­sen befasst. Im Gegen­satz zur rein sub­jek­ti­ven Gefühls­ly­rik ver­folgt sie meist die Absicht, das Publi­kum zu sen­si­bi­li­sie­ren, zur Kri­tik anzu­re­gen oder direkt zum poli­ti­schen Han­deln zu mobi­li­sie­ren. Dabei dient die künst­le­ri­sche Gestal­tung als Instru­ment, um öffent­li­che Debat­ten zu beein­flus­sen oder Wider­stand gegen bestehen­de Sys­te­me aus­zu­drü­cken. Bekann­te Bei­spie­le für die­se enga­gier­te Lite­ra­tur fin­den sich etwa im Vor­märz, in der Exil­ly­rik oder in der moder­nen Pro­test­kul­tur.