Rezeptionsgeschichte

Die Rezep­ti­ons­ge­schich­te unter­sucht, wie lite­ra­ri­sche Tex­te, Kunst­wer­ke oder Ideen von ihrem Erschei­nen bis zur Gegen­wart von unter­schied­li­chen Lesern und Betrach­tern auf­ge­nom­men sowie inter­pre­tiert wur­den. Dabei liegt der Fokus nicht auf der Ent­ste­hung des Wer­kes oder der Absicht des Urhe­bers, son­dern auf der Wir­kung und den Reak­tio­nen des Publi­kums im Wan­del der Zeit. Sie ana­ly­siert, wie gesell­schaft­li­che, kul­tu­rel­le und his­to­ri­sche Bedin­gun­gen das Ver­ständ­nis und die Bewer­tung eines Wer­kes beein­flus­sen. So ver­deut­licht die­ser For­schungs­an­satz, dass die Bedeu­tung eines Wer­kes nicht sta­tisch ist, son­dern durch den fort­lau­fen­den Dia­log mit den Rezi­pi­en­ten immer wie­der neu ent­steht.