Der Rheinische Kapitalismus bezeichnet ein Wirtschafts- und Sozialmodell, das vor allem die Bundesrepublik Deutschland nach 1945 prägte und eng mit der Sozialen Marktwirtschaft verknüpft ist. Im Kern zielt es auf einen Ausgleich zwischen marktwirtschaftlicher Freiheit, sozialer Gerechtigkeit und der aktiven Mitbestimmung von Arbeitnehmern ab. Charakteristisch sind zudem eine langfristige Orientierung von Unternehmen sowie eine enge Kooperation zwischen Staat, Arbeitgebern und Gewerkschaften. Damit grenzt er sich vom angelsächsischen Kapitalismus ab, der stärker auf kurzfristige Gewinnmaximierung und freien Wettbewerb setzt.

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Die Erosion der Deutschland AG fordert Betriebsräte heraus. Erfahren Sie, wie der Wandel vom Rheinischen Kapitalismus die Arbeit im Aufsichtsrat prägt.