Eine Standortvereinbarung ist eine vertragliche Übereinkunft zwischen der Unternehmensleitung und der Arbeitnehmervertretung (z. B. dem Betriebsrat), die den langfristigen Fortbestand eines bestimmten Betriebsstandorts sichern soll. Darin werden meist verbindliche Zusagen über künftige Investitionen und Beschäftigungsgarantien – wie der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen – für einen festgelegten Zeitraum festgeschrieben. Im Gegenzug akzeptiert die Belegschaft häufig Maßnahmen zur Kostenreduzierung oder Flexibilisierung, etwa bei Arbeitszeiten oder Sonderzahlungen. Ziel dieser Vereinbarung ist es, durch Planungssicherheit die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken und Arbeitsplätze nachhaltig zu erhalten.