Streikrecht

Das Streik­recht ist das ver­fas­sungs­recht­lich garan­tier­te Recht von Arbeit­neh­mern, zur Durch­set­zung gemein­sa­mer For­de­run­gen kol­lek­tiv die Arbeit nie­der­zu­le­gen. In Deutsch­land lei­tet es sich aus der im Grund­ge­setz ver­an­ker­ten Koali­ti­ons­frei­heit (Art. 9 Abs. 3 GG) ab und dient pri­mär dazu, ein Gleich­ge­wicht in Tarif­ver­hand­lun­gen her­zu­stel­len. Ein recht­mä­ßi­ger Streik muss in der Regel von einer Gewerk­schaft geführt wer­den und ein tarif­lich regel­ba­res Ziel, wie etwa höhe­re Löh­ne, ver­fol­gen. Zudem gilt er als „Ulti­ma Ratio“, was bedeu­tet, dass er erst nach dem Schei­tern fried­li­cher Ver­hand­lun­gen als letz­tes Mit­tel zuläs­sig ist.


  • LAG Berlin-Brandenburg: Teilnahme an „wildem Streik“ kann zur fristlosen Kündigung führen

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    LAG Berlin-Brandenburg: Teilnahme an „wildem Streik“ kann zur fristlosen Kündigung führen

    Das Urteil des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Ber­lin-Bran­den­burg zu den frist­lo­sen Kün­di­gun­gen von Goril­las-Mit­ar­bei­ten­den, die an soge­nann­ten „wil­den Streiks“ teil­ge­nom­men haben, hat für viel Auf­se­hen gesorgt. In meh­re­ren Ver­fah­ren bestä­tig­te das LAG die Recht­mä­ßig­keit die­ser Kün­di­gun­gen, da die Rich­ter die Teil­nah­me an den unor­ga­ni­sier­ten Streik­ak­tio­nen als erheb­li­che arbeits­recht­li­che Pflicht­ver­let­zung wer­te­ten. Die­se Ent­schei­dun­gen wer­fen grund­le­gen­de Fra­gen zum Streik­recht…