Vormärz

Der Vor­märz bezeich­net die Epo­che der deut­schen Geschich­te zwi­schen dem Wie­ner Kon­gress 1815 und dem Aus­bruch der März­re­vo­lu­ti­on von 1848. Die­se Zeit war geprägt von einem tie­fen Span­nungs­ver­hält­nis zwi­schen der staat­li­chen Restau­ra­ti­on und dem bür­ger­li­chen Stre­ben nach natio­na­ler Ein­heit sowie libe­ra­len Grund­rech­ten. Trotz stren­ger Zen­sur und poli­ti­scher Unter­drü­ckung ent­wi­ckel­ten sich in die­ser Pha­se ein­fluss­rei­che oppo­si­tio­nel­le Bewe­gun­gen in Lite­ra­tur und Poli­tik. Zugleich ver­schärf­te die sozia­le Not wei­ter Tei­le der Bevöl­ke­rung, bekannt als Pau­pe­ris­mus, die gesell­schaft­li­chen Kon­flik­te bis hin zum revo­lu­tio­nä­ren Umbruch.