Wahlreform Hessen Urteil

Das Urteil zur Wahl­re­form in Hes­sen bezieht sich auf eine Ent­schei­dung des Hes­si­schen Staats­ge­richts­hofs, die wesent­li­che Tei­le der geplan­ten Neu­re­ge­lung des Land­tags­wahl­rechts für ver­fas­sungs­wid­rig erklär­te. Die Rich­ter bean­stan­de­ten vor allem die geplan­te Decke­lung von Aus­gleichs­man­da­ten, da die­se die Erfolgs­wert­gleich­heit der Stim­men und das Prin­zip der Ver­hält­nis­wahl ver­letz­te. Ziel der dama­li­gen Lan­des­re­gie­rung war es, die Ver­grö­ße­rung des Land­tags zu begren­zen, doch laut Gericht darf dies nicht zulas­ten einer fai­ren Reprä­sen­ta­ti­on des Wäh­ler­wil­lens gesche­hen. Infol­ge­des­sen muss­te das Gesetz ange­passt wer­den, um sicher­zu­stel­len, dass die Sitz­ver­tei­lung im Par­la­ment wei­ter­hin prä­zi­se dem Zweit­stim­men­er­geb­nis ent­spricht.