Wissenschaftliche Integrität beschreibt die Verpflichtung von Forschenden auf ethische Grundwerte und professionelle Standards bei der Gewinnung und Vermittlung von Erkenntnissen. Dazu zählen insbesondere Ehrlichkeit, methodische Sorgfalt sowie die transparente Dokumentation aller Forschungsprozesse und Ergebnisse. Sie bildet das fundamentale Vertrauensverhältnis innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft sowie gegenüber der Öffentlichkeit und schließt Fehlverhalten wie Plagiate oder Datenmanipulation konsequent aus.

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Die Enthüllungen der sogenannten „RKI-Files“ haben eine heftige Kontroverse um den deutschen Gesundheitsminister Karl Lauterbach ausgelöst. Die veröffentlichten Dokumente werfen Fragen zur Transparenz und zu den wissenschaftlichen Grundlagen der während der COVID-19-Pandemie getroffenen Entscheidungen auf. Kritiker werfen Lauterbach vor, die Corona-Maßnahmen politisch motiviert und nicht immer auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse getroffen zu haben. Die…