World Hap­pi­ness Report 2023: Die glück­lichs­ten Län­der der Welt

World Hap­pi­ness Report 2023: Die glück­lichs­ten Län­der der Welt

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Der World Hap­pi­ness Report, eine jähr­li­che Publi­ka­ti­on, die das Glücks­ni­veau in ver­schie­de­nen Län­dern misst und ver­gleicht, bie­tet wert­vol­le Ein­bli­cke in das Wohl­be­fin­den der Bevöl­ke­rung. Der Bericht 2023 ana­ly­siert das Glücks­emp­fin­den im Zeit­raum von 2020 bis 2022 und unter­sucht Fak­to­ren, die zu natio­na­lem Glück bei­tra­gen. Ange­sichts glo­ba­ler Her­aus­for­de­run­gen wie Kri­sen und Ungleich­hei­ten wirft der Bericht die Fra­ge auf, wel­che Fak­to­ren Resi­li­enz för­dern und das Glücks­emp­fin­den in ver­schie­de­nen Gesell­schaf­ten auf­recht­erhal­ten. Die­se Ein­lei­tung soll einen Über­blick über die Rele­vanz des World Hap­pi­ness Report 2023 geben und die zen­tra­len Fra­ge­stel­lun­gen des Arti­kels umrei­ßen. Der Bericht nutzt sozia­le Indi­ka­to­ren und Daten zur Lebens­qua­li­tät, um ein umfas­sen­des Bild zu zeich­nen.

Die glück­lichs­ten Län­der im Über­blick: Finn­land führt wei­ter­hin die Lis­te an

Der World Hap­pi­ness Report 2023 bestä­tigt erneut Finn­land als das glück­lichs­te Land der Welt. Bereits zum sechs­ten Mal in Fol­ge belegt das skan­di­na­vi­sche Land den ers­ten Platz im Ran­king. Die wei­te­ren Plät­ze der Top 10 wer­den von Däne­mark, Island, Isra­el, den Nie­der­lan­den, Schwe­den, Nor­we­gen, der Schweiz, Luxem­burg und Neu­see­land belegt. Die­se Län­der zeich­nen sich durch eine Kom­bi­na­ti­on aus öko­no­mi­scher Sta­bi­li­tät, sozia­ler Unter­stüt­zung und hoher Lebens­qua­li­tät aus.

Finn­land pro­fi­tiert von einer star­ken sozia­len Absi­che­rung, einem hohen Maß an Ver­trau­en in die Regie­rung und die Insti­tu­tio­nen sowie einer gerin­gen Kor­rup­ti­ons­ra­te. Dar­über hin­aus spie­len Fak­to­ren wie eine aus­ge­wo­ge­ne Work-Life-Balan­ce, der Zugang zur Natur und ein aus­ge­präg­tes Gemein­schafts­ge­fühl eine wich­ti­ge Rol­le. Auch die ande­ren skan­di­na­vi­schen Län­der wie Däne­mark, Island, Schwe­den und Nor­we­gen schnei­den im Bericht tra­di­tio­nell gut ab. Sie tei­len vie­le der posi­ti­ven Eigen­schaf­ten Finn­lands, wie bei­spiels­wei­se eine gut aus­ge­bau­te sozia­le Infra­struk­tur und hohe Bil­dungs­stan­dards.

Isra­el hat sich im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren ver­bes­sert und gehört nun eben­falls zu den Top 10 der glück­lichs­ten Län­der. Dies könn­te auf eine star­ke sozia­le Unter­stüt­zung inner­halb der Bevöl­ke­rung und ein Gefühl der natio­na­len Zusam­men­ge­hö­rig­keit zurück­zu­füh­ren sein. Die Nie­der­lan­de, die Schweiz und Luxem­burg sind eben­falls Län­der mit hoher Lebens­qua­li­tät und wirt­schaft­li­chem Wohl­stand, was sich posi­tiv auf das Glücks­emp­fin­den ihrer Bür­ger aus­wirkt. Neu­see­land als ein­zi­ges nicht-euro­päi­sches Land in den Top 10 pro­fi­tiert von sei­ner land­schaft­li­chen Schön­heit, einer rela­tiv gerin­gen Bevöl­ke­rungs­dich­te und einer star­ken Beto­nung von Nach­hal­tig­keit und Umwelt­schutz.

Es ist wich­tig zu beach­ten, dass das Glücks­ni­veau eines Lan­des nicht nur von wirt­schaft­li­chen Fak­to­ren abhängt. Sozia­le Fak­to­ren wie Ver­trau­en, Frei­heit und sozia­le Unter­stüt­zung spie­len eine eben­so wich­ti­ge Rol­le. Die glück­lichs­ten Län­der zeich­nen sich durch ein Zusam­men­spiel die­ser ver­schie­de­nen Fak­to­ren aus, die zu einem hohen Maß an Wohl­be­fin­den in der Bevöl­ke­rung bei­tra­gen.

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen fin­den Sie im World Hap­pi­ness Report 2023 sowie im voll­stän­di­gen Bericht als PDF-Datei.

Mes­sung von Glück: Die Metho­dik des World Hap­pi­ness Report

Der World Hap­pi­ness Report ver­wen­det eine umfas­sen­de Metho­dik, um das Glücks­ni­veau in ver­schie­de­nen Län­dern zu mes­sen und zu ver­glei­chen. Der Bericht stützt sich auf eine Kom­bi­na­ti­on aus sub­jek­ti­ven und objek­ti­ven Indi­ka­to­ren, um ein mög­lichst genau­es Bild des Wohl­be­fin­dens der Bevöl­ke­rung zu zeich­nen. Die wich­tigs­ten Indi­ka­to­ren, die in die Berech­nung des Glücks­werts ein­flie­ßen, sind:

  • Brut­to­in­lands­pro­dukt (BIP) pro Kopf: Das BIP pro Kopf ist ein Maß für den wirt­schaft­li­chen Wohl­stand eines Lan­des. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass Men­schen in Län­dern mit einem höhe­ren BIP pro Kopf ten­den­zi­ell glück­li­cher sind, da sie über mehr Res­sour­cen ver­fü­gen, um ihre Bedürf­nis­se zu befrie­di­gen.
  • Sozia­le Unter­stüt­zung: Die­ser Indi­ka­tor misst das Aus­maß, in dem Men­schen das Gefühl haben, im Not­fall auf die Hil­fe von Freun­den, Fami­lie oder ande­ren Per­so­nen zäh­len zu kön­nen. Sozia­le Unter­stüt­zung spielt eine wich­ti­ge Rol­le für das Wohl­be­fin­den und die Resi­li­enz gegen­über Stress und Kri­sen.
  • Lebens­er­war­tung: Die Lebens­er­war­tung ist ein Maß für die Gesund­heit der Bevöl­ke­rung. Men­schen in Län­dern mit einer höhe­ren Lebens­er­war­tung haben in der Regel ein höhe­res Glücks­ni­veau, da sie län­ger leben und mehr Zeit haben, ihr Leben zu genie­ßen.
  • Frei­heit: Die­ser Indi­ka­tor misst das Aus­maß, in dem Men­schen das Gefühl haben, frei Ent­schei­dun­gen tref­fen und ihr Leben nach ihren eige­nen Vor­stel­lun­gen gestal­ten zu kön­nen. Frei­heit ist ein wich­ti­ger Fak­tor für das Wohl­be­fin­den, da sie den Men­schen ermög­licht, ihre Poten­zia­le aus­zu­schöp­fen und ein erfüll­tes Leben zu füh­ren.
  • Groß­zü­gig­keit: Die­ser Indi­ka­tor misst das Aus­maß, in dem Men­schen bereit sind, für wohl­tä­ti­ge Zwe­cke zu spen­den oder ande­ren Men­schen zu hel­fen. Groß­zü­gig­keit trägt zum sozia­len Zusam­men­halt bei und stärkt das Gefühl der Ver­bun­den­heit.
  • Kor­rup­ti­ons­wahr­neh­mung: Die­ser Indi­ka­tor misst das Aus­maß, in dem Men­schen Kor­rup­ti­on in ihrem Land wahr­neh­men. Eine hohe Kor­rup­ti­ons­wahr­neh­mung unter­gräbt das Ver­trau­en in die Regie­rung und die Insti­tu­tio­nen und wirkt sich nega­tiv auf das Glücks­emp­fin­den aus.

Die­se sechs Indi­ka­to­ren wer­den gewich­tet und zu einem Gesamt­glücks­wert kom­bi­niert. Der World Hap­pi­ness Report ver­wen­det außer­dem Daten aus Umfra­gen, in denen Men­schen gebe­ten wer­den, ihr eige­nes Glücks­ni­veau auf einer Ska­la von 0 bis 10 ein­zu­schät­zen. Die­se sub­jek­ti­ven Daten wer­den mit den objek­ti­ven Indi­ka­to­ren kom­bi­niert, um ein umfas­sen­des Bild des Glücks­ni­veaus in ver­schie­de­nen Län­dern zu erhal­ten. Es ist wich­tig zu beach­ten, dass die Metho­dik des World Hap­pi­ness Report nicht ohne Kri­tik ist. Eini­ge Kri­ti­ker argu­men­tie­ren, dass die ver­wen­de­ten Indi­ka­to­ren nicht alle rele­van­ten Aspek­te des Glücks erfas­sen oder dass die Gewich­tung der Indi­ka­to­ren sub­jek­tiv ist. Trotz die­ser Kri­tik ist der World Hap­pi­ness Report ein wert­vol­les Instru­ment, um das Wohl­be­fin­den der Bevöl­ke­rung zu mes­sen und zu ver­glei­chen und poli­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger auf Berei­che auf­merk­sam zu machen, in denen Ver­bes­se­run­gen erfor­der­lich sind.

Ein inter­ak­ti­ves Dash­board mit Daten und Visua­li­sie­run­gen aus dem World Hap­pi­ness Report fin­den Sie unter World Hap­pi­ness Report Data Dash­board.

Ein­fluss von Kri­sen auf das Glücks­emp­fin­den: Resi­li­enz und sozia­le Ver­bin­dun­gen

Glo­ba­le Kri­sen, wie die COVID-19-Pan­de­mie und geo­po­li­ti­sche Kon­flik­te, haben tief­grei­fen­de Aus­wir­kun­gen auf das Glücks­emp­fin­den der Men­schen welt­weit. Der World Hap­pi­ness Report 2023 beleuch­tet, wie die­se Ereig­nis­se die Lebens­qua­li­tät beein­flus­sen und wel­che Fak­to­ren dazu bei­tra­gen, Resi­li­enz zu för­dern und das Wohl­be­fin­den in schwie­ri­gen Zei­ten auf­recht­zu­er­hal­ten. Ein zen­tra­les Ergeb­nis ist, dass sozia­le Unter­stüt­zung und Ver­trau­en eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len, um die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen von Kri­sen abzu­mil­dern.

Die COVID-19-Pan­de­mie führ­te zu weit ver­brei­te­ter Angst, Iso­la­ti­on und wirt­schaft­li­cher Unsi­cher­heit. Vie­le Men­schen ver­lo­ren ihren Arbeits­platz, sahen sich mit gesund­heit­li­chen Pro­ble­men kon­fron­tiert oder trau­er­ten um den Ver­lust von Ange­hö­ri­gen. Der World Hap­pi­ness Report zeigt, dass Län­der mit star­ken sozia­len Netz­wer­ken und einem hohen Maß an Ver­trau­en in die Regie­rung und die Mit­men­schen bes­ser in der Lage waren, die psy­cho­lo­gi­schen und sozia­len Fol­gen der Pan­de­mie zu bewäl­ti­gen. Resi­li­enz, die Fähig­keit, sich von Rück­schlä­gen zu erho­len, erwies sich als ein ent­schei­den­der Fak­tor für das Glücks­emp­fin­den in Kri­sen­zei­ten.

Auch geo­po­li­ti­sche Kon­flik­te, wie der Krieg in der Ukrai­ne, haben erheb­li­che Aus­wir­kun­gen auf das Glücks­emp­fin­den. Ver­trei­bung, Gewalt und Zer­stö­rung füh­ren zu gro­ßem Leid und belas­ten die psy­chi­sche Gesund­heit der Bevöl­ke­rung. Der World Hap­pi­ness Report betont, dass huma­ni­tä­re Hil­fe, inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät und Bemü­hun­gen zur Kon­flikt­lö­sung ent­schei­dend sind, um das Leid der Betrof­fe­nen zu lin­dern und das Glücks­emp­fin­den in den betrof­fe­nen Regio­nen zu ver­bes­sern.

World Hap­pi­ness, Trust and Social Con­nec­tions in Times of Cri­sis … – Ana­ly­siert den Ein­fluss von Ver­trau­en und sozia­len Ver­bin­dun­gen auf das Glücks­emp­fin­den in Kri­sen­zei­ten. Die­se Quel­le ver­deut­licht, wie wich­tig es ist, sozia­le Bezie­hun­gen zu pfle­gen und das Ver­trau­en in Insti­tu­tio­nen zu stär­ken, um die Resi­li­enz gegen­über Kri­sen zu erhö­hen.

Regio­na­le Unter­schie­de im Glück: Ver­glei­che und Kon­tras­te

Das Glücks­emp­fin­den vari­iert stark zwi­schen ver­schie­de­nen Regio­nen der Welt. Der World Hap­pi­ness Report 2023 zeigt deut­li­che Unter­schie­de zwi­schen Nord­ame­ri­ka, Euro­pa, Latein­ame­ri­ka, Asi­en und Afri­ka. Die­se Unter­schie­de sind auf eine Viel­zahl von Fak­to­ren zurück­zu­füh­ren, dar­un­ter kul­tu­rel­le Wer­te, wirt­schaft­li­che Bedin­gun­gen, poli­ti­sche Sta­bi­li­tät und sozia­le Struk­tu­ren.

Die nor­di­schen Län­der, wie Finn­land, Däne­mark, Island und Nor­we­gen, gehö­ren seit Jah­ren zu den glück­lichs­ten Län­dern der Welt. Die­se Län­der zeich­nen sich durch ein hohes Maß an sozia­ler Unter­stüt­zung, Ver­trau­en, Gleich­heit und Lebens­qua­li­tät aus. Sie ver­fü­gen über gut funk­tio­nie­ren­de sozia­le Siche­rungs­sys­te­me, eine hohe Bil­dung und Gesund­heits­ver­sor­gung sowie eine star­ke Zivil­ge­sell­schaft. Die skan­di­na­vi­sche Kul­tur legt gro­ßen Wert auf Gemein­schaft, Zusam­men­ar­beit und Work-Life-Balan­ce.

In Latein­ame­ri­ka ist das Glücks­emp­fin­den trotz wirt­schaft­li­cher und sozia­ler Her­aus­for­de­run­gen rela­tiv hoch. Dies wird oft auf die Bedeu­tung von sozia­len Bezie­hun­gen, Fami­lie und Gemein­schaft zurück­ge­führt. Die latein­ame­ri­ka­ni­sche Kul­tur ist stark von zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen geprägt, was ein Gefühl von Zuge­hö­rig­keit und sozia­ler Unter­stüt­zung ver­mit­telt.

In eini­gen Tei­len Afri­kas ist das Glücks­emp­fin­den auf­grund von Armut, Kon­flik­ten und poli­ti­schen Insta­bi­li­tä­ten gerin­ger. Vie­le afri­ka­ni­sche Län­der kämp­fen mit Her­aus­for­de­run­gen wie Hun­ger, Krank­hei­ten und man­geln­der Bil­dung. Der World Hap­pi­ness Report betont, dass Inves­ti­tio­nen in Bil­dung, Gesund­heit und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung ent­schei­dend sind, um das Glücks­emp­fin­den in die­sen Regio­nen zu ver­bes­sern.

Asi­en zeigt ein gemisch­tes Bild. Eini­ge Län­der, wie Sin­ga­pur und Tai­wan, wei­sen ein hohes Glücks­emp­fin­den auf, wäh­rend ande­re, wie Afgha­ni­stan und Jemen, mit erheb­li­chen Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert sind. Wirt­schafts­wachs­tum, poli­ti­sche Sta­bi­li­tät und sozia­le Refor­men kön­nen dazu bei­tra­gen, das Glücks­emp­fin­den in Asi­en zu stei­gern.

Ungleich­heit des Glücks: Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen

Die Ungleich­heit des Glücks bezieht sich auf die Unter­schie­de im Glücks­emp­fin­den zwi­schen ver­schie­de­nen Bevöl­ke­rungs­grup­pen inner­halb eines Lan­des oder zwi­schen ver­schie­de­nen Län­dern. Der World Hap­pi­ness Report ana­ly­siert die­se Ungleich­heit und unter­sucht die Ursa­chen und Kon­se­quen­zen. Ungleich­heit kann sich auf ver­schie­de­ne Wei­se mani­fes­tie­ren, z. B. in Bezug auf Ein­kom­men, Bil­dung, Gesund­heit, Geschlecht oder eth­ni­sche Zuge­hö­rig­keit.

Ein­kom­mens­un­gleich­heit ist ein wich­ti­ger Fak­tor, der das Glücks­emp­fin­den beein­flusst. Men­schen mit nied­ri­gem Ein­kom­men haben oft weni­ger Zugang zu Bil­dung, Gesund­heits­ver­sor­gung und ande­ren Res­sour­cen, die für ein gutes Leben not­wen­dig sind. Dies kann zu Stress, Angst und einem gerin­ge­ren Gefühl von Wohl­be­fin­den füh­ren. Der World Hap­pi­ness Report zeigt, dass Län­der mit einer gerin­ge­ren Ein­kom­mens­un­gleich­heit ten­den­zi­ell ein höhe­res Glücks­emp­fin­den auf­wei­sen.

Bil­dung ist ein wei­te­rer wich­ti­ger Fak­tor. Men­schen mit einer höhe­ren Bil­dung haben oft bes­se­re Berufs­aus­sich­ten, ein höhe­res Ein­kom­men und ein grö­ße­res Gefühl von Selbst­be­stim­mung. Bil­dung kann auch dazu bei­tra­gen, das Bewusst­sein für sozia­le und poli­ti­sche Fra­gen zu schär­fen und die Fähig­keit zu för­dern, infor­mier­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen.

Auch sozia­le Ungleich­hei­ten, wie Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund von Geschlecht, eth­ni­scher Zuge­hö­rig­keit oder sexu­el­ler Ori­en­tie­rung, kön­nen das Glücks­emp­fin­den beein­träch­ti­gen. Men­schen, die Dis­kri­mi­nie­rung erfah­ren, füh­len sich oft aus­ge­grenzt, stig­ma­ti­siert und weni­ger wert­ge­schätzt. Dies kann zu psy­chi­schen Pro­ble­men und einem gerin­ge­ren Gefühl von Wohl­be­fin­den füh­ren.

Der World Hap­pi­ness Report betont, dass Maß­nah­men zur För­de­rung von Chan­cen­gleich­heit und sozia­ler Gerech­tig­keit ent­schei­dend sind, um die Ungleich­heit des Glücks zu ver­rin­gern. Dazu gehö­ren Inves­ti­tio­nen in Bil­dung, Gesund­heits­ver­sor­gung und sozia­le Siche­rungs­sys­te­me sowie Maß­nah­men zur Bekämp­fung von Dis­kri­mi­nie­rung und zur För­de­rung von Inklu­si­on.

World Hap­pi­ness Report | Gal­lup – Gallup’s Ana­ly­se der Ungleich­heit des Glücks im World Hap­pi­ness Report. Die­se Quel­le bie­tet wert­vol­le Ein­bli­cke in die ver­schie­de­nen Dimen­sio­nen der Ungleich­heit und die Aus­wir­kun­gen auf das Glücks­emp­fin­den.

Der World Hap­pi­ness Report als Instru­ment für Poli­tik und Gesell­schaft

Der World Hap­pi­ness Report dient als ein­fluss­rei­ches Instru­ment zur Infor­ma­ti­on und Gestal­tung von Poli­tik und gesell­schaft­li­chen Initia­ti­ven welt­weit. Er geht über tra­di­tio­nel­le Wirt­schafts­ma­ße hin­aus und rückt das Wohl­be­fin­den der Bür­ger in den Mit­tel­punkt poli­ti­scher Ent­schei­dungs­pro­zes­se. Indem er evi­denz­ba­sier­te Daten über Glück und Lebens­zu­frie­den­heit lie­fert, kön­nen Regie­run­gen und Orga­ni­sa­tio­nen geziel­te­re Maß­nah­men ergrei­fen, um die Lebens­qua­li­tät ihrer Bevöl­ke­rung zu ver­bes­sern.

Ein wich­ti­ger Aspekt ist die Nut­zung des Berichts zur Iden­ti­fi­zie­rung von Berei­chen, in denen poli­ti­sche Inter­ven­tio­nen am drin­gends­ten benö­tigt wer­den. Bei­spiels­wei­se kön­nen Län­der mit nied­ri­gen Wer­ten in Bezug auf sozia­le Unter­stüt­zung geziel­te Pro­gram­me zur Stär­kung des sozia­len Zusam­men­halts und des Gemein­schafts­ge­fühls imple­men­tie­ren. Eben­so kön­nen Län­der mit hoher Kor­rup­ti­ons­wahr­neh­mung Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Trans­pa­renz und Rechen­schafts­pflicht in der Regie­rung ergrei­fen.

Der Bericht betont auch die Bedeu­tung einer ganz­heit­li­chen Betrach­tung des Wohl­be­fin­dens, die neben öko­no­mi­schen Fak­to­ren auch sozia­le, öko­lo­gi­sche und gesund­heit­li­che Aspek­te berück­sich­tigt. Dies för­dert eine Poli­tik, die nicht nur auf Wirt­schafts­wachs­tum abzielt, son­dern auch auf die För­de­rung von Gesund­heit, Bil­dung, sozia­ler Gerech­tig­keit und Umwelt­schutz. Dar­über hin­aus kann der World Hap­pi­ness Report als Grund­la­ge für die Ent­wick­lung von natio­na­len Glück­s­in­di­ka­to­ren und Wohl­fahrts­bud­gets die­nen, die eine umfas­sen­de­re Bewer­tung des Fort­schritts ermög­li­chen.

Die Erkennt­nis­se des Berichts kön­nen auch von Unter­neh­men und zivil­ge­sell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen genutzt wer­den, um sozia­le Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und zur Ver­bes­se­rung des Wohl­be­fin­dens in ihren Gemein­den bei­zu­tra­gen. Dies kann bei­spiels­wei­se durch die För­de­rung von Mit­ar­bei­ter­ge­sund­heits­pro­gram­men, die Unter­stüt­zung von loka­len Gemein­schaf­ten oder die Umset­zung von nach­hal­ti­gen Geschäfts­prak­ti­ken gesche­hen. Letzt­end­lich trägt der World Hap­pi­ness Report dazu bei, eine glo­ba­le Kul­tur des Wohl­be­fin­dens zu för­dern, in der Glück und Lebens­qua­li­tät als zen­tra­le Zie­le von Poli­tik und Gesell­schaft aner­kannt wer­den.

Fazit

Zusam­men­fas­send bie­tet der World Hap­pi­ness Report 2023 wert­vol­le Ein­bli­cke in das Glücks­emp­fin­den der Welt­be­völ­ke­rung und die Fak­to­ren, die dazu bei­tra­gen. Die Ergeb­nis­se des Berichts kön­nen genutzt wer­den, um poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen zu ver­bes­sern, das Wohl­be­fin­den der Bevöl­ke­rung zu för­dern und sozia­le Gerech­tig­keit zu stär­ken.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len