Zwangsarbeit bezeichnet jede Form von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung einer Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat. Sie stellt eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung dar und ist völkerrechtlich, insbesondere durch die Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), weltweit verboten. Zu ihren Erscheinungsformen zählen unter anderem moderne Sklaverei, Schuldknechtschaft sowie staatlich angeordnete Arbeit in Straflagern. Entscheidend ist dabei stets das Ausnutzen einer Zwangslage durch physischen oder psychischen Druck, um die Arbeitskraft gegen den freien Willen des Betroffenen zu verwerten.

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Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat seit ihrer Gründung im Jahr 1919 eine Schlüsselrolle in der Formung globaler Arbeitsstandards gespielt. Ihre Initiativen und Erklärungen sind entscheidend, um faire Arbeitsbedingungen weltweit zu fördern. Ein Meilenstein in der Geschichte der ILO ist die Jahrhunderterklärung über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit, die 1998 verabschiedet wurde. Diese…