KI-gestützte Angriffe: Eine neue Dimension der Cyberbedrohung
Die digitale Bedrohungslage hat sich 2026 fundamental verändert. Künstliche Intelligenz wird nicht mehr nur defensiv eingesetzt – Angreifer nutzen KI-Systeme in neuem Ausmaß für gezielte Cyberangriffe. Betriebsräte und Unternehmen müssen diese Entwicklung verstehen und handeln.
Deepfake-Phishing in Echtzeit
Deepfake-Technologie hat sich zu einem ernsthaften Sicherheitsrisiko entwickelt. Moderne KI-Systeme können Stimmen, Gesichter und Verhaltensmuster in Echtzeit nachahmen. Phishing-Angriffe nutzen diese Technologie, um täuschend echte Kommunikation von Vorgesetzten oder Kollegen zu imitieren.
- Audio-basierte Phishing-Angriffe via Telefon
- Video-Deepfakes für Social Engineering
- Fälschung von Identitätsnachweisen bei Videokonferenzen
Polymorphe Malware
Polymorphe Malware passt sich automatisch an verschiedene Sicherheitssysteme an. Durch KI-gestützte Code-Transformationen können Schadprogramme ihre Signatur kontinuierlich ändern, ohne ihre Funktionalität zu verlieren.
Was Betriebsräte tun müssen
§ 80 Abs. 1 Nr. 9 BetrVG verpflichtet den Betriebsrat zur Überwachung des Schutzes der Beschäftigten vor Gefahren für die Sicherheit. Dazu gehört heute zwingend auch der Schutz vor digitalen Bedrohungen.
Checkliste
- Multi-Faktor-Authentifizierung
- Regelmäßige Schulungen zu Deepfake-Erkennung
- KI-gestützte Security-Tools
- Meldeprozesse etablieren
- Betriebsrat einbinden
Quelle: BSI, Bundeskriminalamt | Bearbeitet für ibp.Magazin





