Eine Betriebsänderung bezeichnet tiefgreifende strukturelle oder organisatorische Veränderungen in einem Unternehmen, die wesentliche Nachteile für die Belegschaft oder einen erheblichen Teil der Arbeitnehmer zur Folge haben können. Typische Beispiele hierfür sind die Stilllegung oder Verlegung von Betrieben, der Zusammenschluss mit anderen Unternehmen sowie umfassende Einschränkungen oder Erweiterungen des Betriebszwecks. Rechtlich ist der Begriff in Deutschland durch das Betriebsverfassungsgesetz definiert und verpflichtet den Arbeitgeber dazu, den Betriebsrat frühzeitig zu informieren und einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan zu verhandeln.

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Selektiver Abbau bei Thyssenkrupp Bilstein: Was Betriebsräte lernen können Einleitung: Ein anderes Transformationsmodell im Automotive-Sektor Während die Schlagzeilen der vergangenen Monate von massiven Stellenabbauprogrammen bei Volkswagen, Bosch und Mercedes-Benz dominiert wurden, vollzieht sich bei Thyssenkrupp Bilstein ein bemerkenswert anderer Transformationsprozess. Das Essener Unternehmen, das zu den weltweit führenden Herstellern von Stoßdämpfern und Fahrwerkskomponenten zählt, plant…

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Bosch plant Stellenabbau in Nürnberg: 900 Arbeitsplätze bis 2029 – Eine umfassende Analyse für Betriebsräte Einleitung: Ein Einschnitt von historischer Dimension Die Ankündigung von Bosch, am Standort Nürnberg bis zum Jahr 2029 insgesamt 900 von rund 1.800 Arbeitsplätzen abzubauen, markiert einen tiefen Einschnitt in der Industriegeschichte der Region. Es handelt sich nicht um eine gewöhnliche…

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Ein anderer Weg: Wie Mercedes mit doppelten Abfindungen Transformation gestaltet Einleitung Die deutsche Automobilindustrie befindet sich in einer der tiefgreifendsten Transformationsphasen ihrer Geschichte. Während Volkswagen mit einem konfrontativen Kurs und massivem Stellenabbau Schlagzeilen macht, hat Mercedes-Benz einen alternativen Weg eingeschlagen: ein doppeltes freiwilliges Abfindungsprogramm, das Beschäftigten attraktive Konditionen bietet, wenn sie das Unternehmen verlassen. Dieses…

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Die Veröffentlichung der ELAB2040-Studie des Fraunhofer IAO zeichnet ein dramatisches Bild für die europäische Automobil- und Zulieferindustrie: Bis zu 726.000 Arbeitsplätze im Bereich des Antriebsstrangs stehen bis 2040 auf dem Spiel, davon 375.000 bereits bis 2030. Die Ursachen reichen von der reduzierten Fertigungstiefe bei Elektroantrieben bis hin zu Standortnachteilen und einer Abwanderung der Wertschöpfungskette bei…