Schadensersatz

Scha­dens­er­satz bezeich­net die finan­zi­el­le Ent­schä­di­gung, die eine Per­son oder ein Unter­neh­men von einer ande­ren Par­tei ver­lan­gen kann, wenn ihr ein Scha­den zuge­fügt wur­de. Die­ser Scha­den kann durch eine Ver­let­zung von Rech­ten, Ver­trags­bruch, Fahr­läs­sig­keit oder ande­re rechts­wid­ri­ge Hand­lun­gen ent­stan­den sein. Der Scha­dens­er­satz soll den Geschä­dig­ten in die Lage ver­set­zen, den ent­stan­de­nen Scha­den wie­der gut­zu­ma­chen und mög­li­che finan­zi­el­le Ver­lus­te aus­zu­glei­chen. Die Höhe des Scha­dens­er­sat­zes wird in der Regel durch Gerich­te oder durch Ver­hand­lun­gen zwi­schen den Par­tei­en fest­ge­legt.

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    EuGH-Urteil: Auch Baga­tell­schä­den sind durch Ver­let­zung der DSGVO erstat­tungs­fä­hig

    Der Euro­päi­sche Gerichts­hof hat in sei­nem Urteil vom 4. Mai 2023 (Az: C‑300/21) klar­ge­stellt, dass der Scha­dens­er­satz­an­spruch nach Arti­kel 82 der Daten­schutz­grund­ver­ord­nung (DSGVO) kei­ne Erheb­lich­keit des Scha­dens erfor­dert. Dies bedeu­tet, dass auch Baga­tell­schä­den durch eine Ver­let­zung der DSGVO erstat­tungs­fä­hig sind. Die Ent­schei­dung des EuGH hat jedoch die Kri­te­ri­en für die Scha­dens­be­mes­sung in die Hän­de der…