Dop­pel­te Trans­for­ma­ti­on und agi­le Kon­zep­te: Mit­be­stim­mung neu gestal­ten

Dop­pel­te Trans­for­ma­ti­on und agi­le Kon­zep­te: Mit­be­stim­mung neu gestal­ten

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Die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on und die zuneh­men­de Ver­brei­tung agi­ler Arbeits­me­tho­den stel­len Unter­neh­men und ihre Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en vor neue Her­aus­for­de­run­gen. Die tra­di­tio­nel­len Struk­tu­ren und Pro­zes­se der Mit­be­stim­mung sind oft nicht mehr aus­rei­chend, um den schnel­len Ver­än­de­run­gen und den dezen­tra­len Ent­schei­dungs­struk­tu­ren in agi­len Orga­ni­sa­tio­nen gerecht zu wer­den. Die­ser Arti­kel unter­sucht, wie Mit­be­stim­mung ange­sichts die­ser dop­pel­ten Trans­for­ma­ti­on neu gestal­tet wer­den kann, um die Inter­es­sen der Arbeit­neh­mer wei­ter­hin effek­tiv zu ver­tre­ten und gleich­zei­tig die Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit und Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men zu för­dern.

Die Dop­pel­te Trans­for­ma­ti­on: Digi­ta­li­sie­rung und Agi­li­tät als Trei­ber des Wan­dels

Die Arbeits­welt befin­det sich in einem fun­da­men­ta­len Wan­del, der durch zwei zen­tra­le Kräf­te ange­trie­ben wird: die Digi­ta­li­sie­rung und die Agi­li­tät. Die Digi­ta­li­sie­rung umfasst die Ein­füh­rung neu­er Tech­no­lo­gien und Geschäfts­mo­del­le, die tief­grei­fen­de Aus­wir­kun­gen auf die Art und Wei­se haben, wie wir arbei­ten und inter­agie­ren. Sie reicht von der Auto­ma­ti­sie­rung von Pro­zes­sen über die Nut­zung von Cloud-Tech­no­lo­gien bis hin zur Imple­men­tie­rung von künst­li­cher Intel­li­genz. Par­al­lel dazu eta­bliert sich Agi­li­tät als ein Ansatz, der fle­xi­ble und selbst­or­ga­ni­sier­te Arbeits­wei­sen för­dert.

Die Agi­li­tät zielt dar­auf ab, Unter­neh­men anpas­sungs­fä­hi­ger und reak­ti­ons­schnel­ler zu machen, indem tra­di­tio­nel­le, hier­ar­chi­sche Struk­tu­ren auf­ge­bro­chen und Teams mehr Auto­no­mie und Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se ein­ge­räumt wer­den. Agi­le Metho­den wie Scrum oder Kan­ban gewin­nen in immer mehr Bran­chen an Bedeu­tung, da sie Unter­neh­men hel­fen, schnel­ler auf ver­än­der­te Kun­den­be­dürf­nis­se und Markt­be­din­gun­gen zu reagie­ren.

Die­se bei­den Trends, Digi­ta­li­sie­rung und Agi­li­tät, sind eng mit­ein­an­der ver­bun­den und ver­stär­ken sich gegen­sei­tig. Die Digi­ta­li­sie­rung schafft die tech­no­lo­gi­schen Grund­la­gen für agi­le Arbeits­wei­sen, wäh­rend die Agi­li­tät Unter­neh­men in die Lage ver­setzt, die Poten­zia­le der Digi­ta­li­sie­rung opti­mal zu nut­zen. Gemein­sam ver­än­dern sie die tra­di­tio­nel­len Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren und Ent­schei­dungs­pro­zes­se grund­le­gend.

Die Aus­wir­kun­gen die­ser dop­pel­ten Trans­for­ma­ti­on auf die Mit­be­stim­mung sind viel­fäl­tig. Tra­di­tio­nel­le For­men der Mit­be­stim­mung, die auf kla­ren Hier­ar­chien und for­ma­li­sier­ten Pro­zes­sen basie­ren, sto­ßen in agi­len Arbeits­um­ge­bun­gen oft an ihre Gren­zen. Die Dezen­tra­li­sie­rung von Ent­schei­dun­gen, die zuneh­men­de Auto­no­mie der Teams und die Not­wen­dig­keit schnel­ler Reak­ti­ons­zei­ten erfor­dern neue Ansät­ze und Model­le für die Inter­es­sen­ver­tre­tung der Arbeit­neh­mer.

Es gilt, die Mit­be­stim­mung so zu gestal­ten, dass sie den spe­zi­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen der dop­pel­ten Trans­for­ma­ti­on gerecht wird und gleich­zei­tig die Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit und Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men nicht beein­träch­tigt. Dies erfor­dert eine offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on, eine kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit zwi­schen Manage­ment und Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en sowie die Bereit­schaft zum Ler­nen und Expe­ri­men­tie­ren.

Ein Bei­spiel für die Neu­aus­rich­tung der Betriebs­rats­ar­beit unter einem agi­len Mind­set zei­gen die Betriebs­rä­te von Her­mes. Sie demons­trie­ren, wie tra­di­tio­nel­le Betriebs­rats­ar­beit an die Anfor­de­run­gen einer agi­len Arbeits­welt ange­passt wer­den kann.

Betrieb­li­che Inter­es­sen­ver­tre­tung in der dop­pel­ten Trans­for­ma­ti­on …

Her­aus­for­de­run­gen für die Mit­be­stim­mung in agi­len Arbeits­um­ge­bun­gen

Agi­le Arbeits­um­ge­bun­gen zeich­nen sich durch den Abbau tra­di­tio­nel­ler Hier­ar­chien und die Dezen­tra­li­sie­rung von Ent­schei­dun­gen aus. Teams arbei­ten selbst­or­ga­ni­siert und über­neh­men mehr Ver­ant­wor­tung für ihre Auf­ga­ben. Dies führt zu einer höhe­ren Auto­no­mie der ein­zel­nen Mit­ar­bei­ter und Teams.

Die­se Ver­än­de­run­gen stel­len die Mit­be­stim­mung vor erheb­li­che Her­aus­for­de­run­gen. Tra­di­tio­nel­le Infor­ma­ti­ons­flüs­se, die oft über for­mel­le Hier­ar­chie­ebe­nen ver­lau­fen, wer­den unter­bro­chen. Die Ein­fluss­mög­lich­kei­ten der Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en kön­nen beein­träch­tigt wer­den, wenn Ent­schei­dun­gen dezen­tral und schnell getrof­fen wer­den.

Eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen besteht dar­in, den Infor­ma­ti­ons­fluss zwi­schen den agi­len Teams und den Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en sicher­zu­stel­len. Die Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en müs­sen in der Lage sein, sich schnell und umfas­send über die rele­van­ten The­men zu infor­mie­ren, um ihre Auf­ga­ben effek­tiv wahr­neh­men zu kön­nen.

Dar­über hin­aus stellt die Schnel­lig­keit, mit der Ent­schei­dun­gen in agi­len Umge­bun­gen getrof­fen wer­den, eine Her­aus­for­de­rung dar. Tra­di­tio­nel­le Mit­be­stim­mungs­pro­zes­se, die oft zeit­auf­wen­dig sind, kön­nen mit der Dyna­mik agi­ler Arbeits­wei­sen kol­li­die­ren. Es gilt, neue For­men der Mit­be­stim­mung zu ent­wi­ckeln, die schnell und fle­xi­bel auf die Bedürf­nis­se der agi­len Teams reagie­ren kön­nen.

Ein wei­te­rer Aspekt ist die zuneh­men­de Kom­ple­xi­tät der Arbeits­in­hal­te in agi­len Pro­jek­ten. Die Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en müs­sen über das not­wen­di­ge Fach­wis­sen ver­fü­gen, um die Aus­wir­kun­gen neu­er Tech­no­lo­gien und Arbeits­me­tho­den auf die Arbeit­neh­mer beur­tei­len zu kön­nen. Dies erfor­dert eine kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung der Mit­glie­der der Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en.

Das For­schungs­pro­jekt diGAP hat unter­sucht, wie Unter­neh­men agi­le Arbeit ver­bin­den und wie die Mit­be­stim­mung gute agi­le Arbeit unter­stüt­zen kann. Die Ergeb­nis­se zei­gen, dass eine erfolg­rei­che Mit­be­stim­mung in agi­len Umge­bun­gen eine enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Manage­ment, Mit­ar­bei­tern und Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en erfor­dert.

Abschluss- bro­schü­re zum For­schungs­pro­jekt digi­ta­li­sier­ten …

Agi­le Mit­be­stim­mung: Neue Ansät­ze und Model­le für die Inter­es­sen­ver­tre­tung

Die agi­le Trans­for­ma­ti­on erfor­dert auch in der Mit­be­stim­mung ein Umden­ken. Tra­di­tio­nel­le, star­re Pro­zes­se pas­sen nicht mehr zu den fle­xi­blen und selbst­or­ga­ni­sier­ten Arbeits­wei­sen agi­ler Teams. Statt­des­sen sind inno­va­ti­ve Ansät­ze gefragt, die die Inter­es­sen der Arbeit­neh­mer effek­tiv ver­tre­ten und gleich­zei­tig die Agi­li­tät und Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit des Unter­neh­mens unter­stüt­zen.

Ein wich­ti­ger Bau­stein ist die Ent­wick­lung von agi­len Betriebs­ver­ein­ba­run­gen. Die­se zeich­nen sich durch ihre Fle­xi­bi­li­tät und Anpas­sungs­fä­hig­keit aus. Sie defi­nie­ren kei­ne star­ren Regeln, son­dern legen Rah­men­be­din­gun­gen für die Zusam­men­ar­beit fest, die von den Teams selbst­stän­dig aus­ge­füllt wer­den kön­nen. Dabei wer­den kla­re Zie­le und Ver­ant­wort­lich­kei­ten defi­niert, gleich­zei­tig aber genü­gend Spiel­raum für die Teams gelas­sen, um ihre Arbeits­wei­se selbst zu gestal­ten.

Ein Bei­spiel für eine agi­le Betriebs­ver­ein­ba­rung könn­te die Rege­lung von Arbeits­zei­ten und Arbeits­or­ten sein. Anstatt fes­te Arbeits­zei­ten und Anwe­sen­heits­pflich­ten vor­zu­ge­ben, kann die Betriebs­ver­ein­ba­rung fest­le­gen, dass die Teams selbst ent­schei­den, wann und wo sie arbei­ten, solan­ge die ver­ein­bar­ten Zie­le erreicht wer­den. Dies ermög­licht eine hohe Fle­xi­bi­li­tät und Selbst­be­stim­mung der Arbeit­neh­mer.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt ist die par­ti­zi­pa­ti­ve Ent­schei­dungs­fin­dung. In agi­len Orga­ni­sa­tio­nen wer­den Ent­schei­dun­gen idea­ler­wei­se nicht von oben nach unten getrof­fen, son­dern gemein­sam von den betei­lig­ten Akteu­ren. Die Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en soll­ten in die­sen Pro­zess aktiv ein­ge­bun­den wer­den, um die Exper­ti­se und die Per­spek­ti­ven der Arbeit­neh­mer ein­zu­brin­gen.

Dies kann bei­spiels­wei­se durch die Teil­nah­me von Betriebs­rats­mit­glie­dern an agi­len Mee­tings wie Dai­ly Stand-ups, Sprint Reviews oder Retro­spek­ti­ven gesche­hen. Dadurch erhal­ten die Betriebs­rats­mit­glie­der einen direk­ten Ein­blick in die Arbeits­wei­se der Teams und kön­nen früh­zei­tig Beden­ken oder Anre­gun­gen ein­brin­gen.

Dar­über hin­aus kön­nen spe­zi­el­le Work­shops oder Design Thin­king Ses­si­ons genutzt wer­den, um gemein­sam mit den Arbeit­neh­mern inno­va­ti­ve Lösun­gen für die Her­aus­for­de­run­gen der agi­len Arbeits­welt zu ent­wi­ckeln. Ziel ist es, eine Kul­tur der offe­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on und Zusam­men­ar­beit zu för­dern, in der die Inter­es­sen der Arbeit­neh­mer berück­sich­tigt wer­den und gleich­zei­tig die Agi­li­tät und Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit des Unter­neh­mens gestei­gert wer­den.

Dop­pel­te Trans­for­ma­ti­on und agi­le Kon­zep­te: Erfolgs­fak­to­ren für eine gelun­ge­ne Neu­ge­stal­tung

Die Neu­ge­stal­tung der Mit­be­stim­mung im Kon­text der dop­pel­ten Trans­for­ma­ti­on ist ein kom­ple­xer Pro­zess, der eine Rei­he von Erfolgs­fak­to­ren berück­sich­tigt.

Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on ist essen­zi­ell. Manage­ment und Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en müs­sen einen trans­pa­ren­ten Dia­log füh­ren, um gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis zu för­dern und gemein­sa­me Zie­le zu defi­nie­ren. Dazu gehört, früh­zei­tig über geplan­te Ver­än­de­run­gen zu infor­mie­ren und die Per­spek­ti­ven der Arbeit­neh­mer zu berück­sich­ti­gen.

Eine kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit ist eben­so ent­schei­dend. Anstatt gegen­ein­an­der zu arbei­ten, soll­ten Manage­ment und Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en part­ner­schaft­lich zusam­men­ar­bei­ten, um die bes­ten Lösun­gen für das Unter­neh­men und die Arbeit­neh­mer zu fin­den. Dies erfor­dert die Bereit­schaft, Kom­pro­mis­se ein­zu­ge­hen und gemein­sam Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.

Die Bereit­schaft zum Ler­nen und Expe­ri­men­tie­ren ist in der dyna­mi­schen Welt der dop­pel­ten Trans­for­ma­ti­on uner­läss­lich. Es gibt kei­ne all­ge­mein­gül­ti­gen Lösun­gen, daher müs­sen Unter­neh­men und Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en bereit sein, neue Ansät­ze aus­zu­pro­bie­ren und aus Feh­lern zu ler­nen. Dies erfor­dert eine offe­ne Feh­ler­kul­tur, in der Feh­ler als Chan­ce zur Ver­bes­se­rung gese­hen wer­den.

Die Ent­wick­lung neu­er Kom­pe­ten­zen und Qua­li­fi­ka­tio­nen ist sowohl auf Sei­ten des Manage­ments als auch der Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en not­wen­dig. Das Manage­ment muss ler­nen, agi­le Arbeits­wei­sen zu ver­ste­hen und zu för­dern, wäh­rend die Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en ihre Kennt­nis­se in Bezug auf Digi­ta­li­sie­rung und Agi­li­tät erwei­tern müs­sen.

Kon­kret bedeu­tet das bei­spiels­wei­se, dass Betriebs­rä­te sich mit agi­len Metho­den wie Scrum oder Kan­ban ver­traut machen, um die Arbeits­wei­se der Teams bes­ser zu ver­ste­hen und ihre Inter­es­sen effek­ti­ver ver­tre­ten zu kön­nen. Umge­kehrt muss das Manage­ment ler­nen, die Exper­ti­se der Betriebs­rä­te in Bezug auf Arbeit­neh­mer­inter­es­sen und sozia­le Belan­ge zu schät­zen und in Ent­schei­dungs­pro­zes­se ein­zu­be­zie­hen.

Best Prac­ti­ces und Bei­spie­le aus der Pra­xis

Eini­ge Unter­neh­men haben bereits erfolg­reich agi­le Kon­zep­te in ihre Mit­be­stim­mung inte­griert und kön­nen als Vor­bild für ande­re die­nen.

Die Betriebs­rä­te von Her­mes zei­gen bei­spiels­wei­se, wie Betriebs­rats­ar­beit unter einem agi­len Mind­set neu aus­ge­rich­tet wer­den kann. Betrieb­li­che Inter­es­sen­ver­tre­tung in der dop­pel­ten Trans­for­ma­ti­on … – Der Arti­kel beschreibt, wie die Betriebs­rä­te von Her­mes ihre Arbeits­wei­se an die agi­len Struk­tu­ren des Unter­neh­mens ange­passt haben und so ihre Rol­le als Inter­es­sen­ver­tre­tung der Arbeit­neh­mer wei­ter­hin effek­tiv wahr­neh­men kön­nen.

Ein wei­te­res Bei­spiel ist im Abschluss­be­richt zum For­schungs­pro­jekt “digi­ta­li­sier­ten Arbeits­plät­zen” zu fin­den, in dem beschrie­ben wird, wie Unter­neh­men agi­le Arbeit ver­bin­den und wie die Mit­be­stim­mung Gute Agi­le Arbeit unter­stüt­zen kann. Abschluss- bro­schü­re zum For­schungs­pro­jekt digi­ta­li­sier­ten … – Die­se Bro­schü­re zeigt anhand kon­kre­ter Bei­spie­le, wie Unter­neh­men agi­le Arbeits­me­tho­den erfolg­reich in ihre Orga­ni­sa­ti­on inte­griert haben und wie die Mit­be­stim­mung dabei eine kon­struk­ti­ve Rol­le spie­len kann.

Die Hans-Böck­ler-Stif­tung hat eben­falls eine Stu­die ver­öf­fent­licht, die zeigt, wie sich Gre­mi­en vor­be­rei­ten und die eige­nen Res­sour­cen für eine star­ke Mit­be­stim­mung neu auf­stel­len kön­nen. Betriebs­rä­te in der dop­pel­ten Trans­for­ma­ti­on. Ein … – Die Stu­die gibt kon­kre­te Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für Betriebs­rä­te, die ihre Arbeit an die Her­aus­for­de­run­gen der dop­pel­ten Trans­for­ma­ti­on anpas­sen wol­len.

Die­se Bei­spie­le zei­gen, dass die Inte­gra­ti­on agi­ler Kon­zep­te in die Mit­be­stim­mung mög­lich ist und zu posi­ti­ven Ergeb­nis­sen füh­ren kann. Ent­schei­dend ist, dass Unter­neh­men und Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en bereit sind, neue Wege zu gehen und gemein­sam inno­va­ti­ve Lösun­gen zu ent­wi­ckeln.

Die Rol­le der Füh­rungs­kräf­te in der agi­len Mit­be­stim­mung

In agi­len Orga­ni­sa­tio­nen wan­delt sich die Rol­le der Füh­rungs­kraft vom tra­di­tio­nel­len “Chef” zum Ser­vant Lea­der. Das bedeu­tet, Füh­rungs­kräf­te die­nen den Teams, unter­stüt­zen sie bei der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und schaf­fen Rah­men­be­din­gun­gen, die ein effek­ti­ves Arbei­ten ermög­li­chen. Im Kon­text der Mit­be­stim­mung bedeu­tet dies, dass Füh­rungs­kräf­te eine Kul­tur der Offen­heit und Trans­pa­renz för­dern müs­sen. Sie soll­ten die Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en aktiv in Ent­schei­dungs­pro­zes­se ein­be­zie­hen und deren Exper­ti­se wert­schät­zen.

Eine wich­ti­ge Auf­ga­be von Füh­rungs­kräf­ten ist es, Ver­trau­en auf­zu­bau­en und zu pfle­gen. Dies gelingt durch offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on, das Tei­len von Infor­ma­tio­nen und das Ein­be­zie­hen der Mit­ar­bei­ter in stra­te­gi­sche Über­le­gun­gen. Füh­rungs­kräf­te soll­ten zudem Par­ti­zi­pa­ti­on för­dern, indem sie den Mit­ar­bei­tern die Mög­lich­keit geben, sich aktiv ein­zu­brin­gen und ihre Ideen ein­zu­brin­gen. Dies kann bei­spiels­wei­se durch regel­mä­ßi­ge Feed­back­ge­sprä­che, Work­shops oder par­ti­zi­pa­ti­ve Pla­nungs­pro­zes­se gesche­hen.

Füh­rungs­kräf­te tra­gen auch die Ver­ant­wor­tung, eine Unter­neh­mens­kul­tur zu schaf­fen, die die Mit­be­stim­mung wert­schätzt und för­dert. Dies bedeu­tet, dass sie die Rech­te der Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en respek­tie­ren, ihnen die not­wen­di­gen Res­sour­cen zur Ver­fü­gung stel­len und sie bei der Wahr­neh­mung ihrer Auf­ga­ben unter­stüt­zen. Eine kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit zwi­schen Füh­rungs­kräf­ten und Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en ist ent­schei­dend für den Erfolg der agi­len Mit­be­stim­mung.

Letzt­end­lich müs­sen Füh­rungs­kräf­te bereit sein, ihre eige­ne Rol­le zu hin­ter­fra­gen und sich an die neu­en Anfor­de­run­gen der agi­len Arbeits­welt anzu­pas­sen. Sie soll­ten sich als Part­ner der Mit­be­stim­mung ver­ste­hen und gemein­sam mit den Arbeit­neh­mer­ver­tre­tern nach Lösun­gen suchen, die die Inter­es­sen aller Betei­lig­ten berück­sich­ti­gen. Dies erfor­dert Empa­thie, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit und die Bereit­schaft zum Dia­log.

Fazit

Die dop­pel­te Trans­for­ma­ti­on stellt Unter­neh­men und ihre Mit­be­stim­mung vor kom­ple­xe Her­aus­for­de­run­gen. Doch sie bie­tet auch die Chan­ce, die Mit­be­stim­mung neu zu den­ken und an die ver­än­der­ten Rah­men­be­din­gun­gen anzu­pas­sen. Agi­le Mit­be­stim­mung ermög­licht es, die Inter­es­sen der Arbeit­neh­mer auch in agi­len Orga­ni­sa­tio­nen effek­tiv zu ver­tre­ten und gleich­zei­tig die Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit und Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men zu stär­ken.

Der Schlüs­sel zum Erfolg liegt in einer kon­struk­ti­ven Zusam­men­ar­beit zwi­schen Manage­ment und Mit­be­stim­mungs­gre­mi­en, einer offe­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on und der Bereit­schaft zum Ler­nen und Expe­ri­men­tie­ren. Durch die Ent­wick­lung neu­er Kom­pe­ten­zen und Qua­li­fi­ka­tio­nen auf bei­den Sei­ten kön­nen Unter­neh­men die dop­pel­te Trans­for­ma­ti­on erfolg­reich meis­tern und eine zukunfts­fä­hi­ge Arbeits­welt gestal­ten. Die Mit­be­stim­mung wird so zu einem wich­ti­gen Trei­ber für Inno­va­ti­on und Wan­del, der die Inter­es­sen der Arbeit­neh­mer wahrt und gleich­zei­tig die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men sichert.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len